In der vergangenen Woche erlebten öffentliche Persönlichkeiten in Deutschland den „größten Datenmüll“ in der Geschichte des Landes. Nach einer bemerkenswert schnellen Untersuchung geben die Behörden an, dass sie von der verantwortlichen Person ein Geständnis erhalten haben. Die Befürchtung, dass der Anschlag auf Hunderte von Politikern staatlich gefördert wurde, befürchtet, dass der Täter ein 20-jähriger Gymnasiast ist.

Am Dienstag teilten deutsche Polizeibeamte den Reportern mit, dass sie den unbekannten Verdächtigen am Sonntag in Gewahrsam genommen und nach einem Geständnis freigelassen hätten. Nach der New York Times:

"Im Verlauf der Befragung gestand der Verdächtige, dass er die Daten alleine ausspionierte und illegal veröffentlichte", sagte Ungefuk. "Zu seiner Motivation sagte der Verdächtige, er sei wütend auf die öffentlichen Äußerungen der anvisierten Politiker, Journalisten und öffentlichen Persönlichkeiten."

Beamte durchsuchten das Haus des Mannes, einen Studenten, der am Sonntag mit seinen Eltern in Hessen lebt, sagte Herr Ungefuk.

Letzte Woche wurde der Öffentlichkeit erstmals bewusst, dass eine anonyme Person einen Monat lang bemüht war, eine riesige Menge gestohlener persönlicher Informationen von Künstlern, Medienvertretern und Politikern zu verbreiten. Zu den Informationen von Opfern gehörten E-Mail-Adressen, Dokumente, private Korrespondenz, Kreditkarteninformationen, Passwörter, Familieninformationen und Fotokopien von Personalausweisen. Der Täter begann zunächst mit der Weitergabe kleinerer Daten von Medienpersönlichkeiten mit Links auf Twitter, wechselte jedoch bald dazu, gestohlene Daten von praktisch jedem Abgeordneten und sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel auszutauschen.

Die einzige Partei im Parlament, die nicht vom Streikenden ins Visier genommen wurde, war die rechtsgerichtete Anti-Immigranten-Partei, bekannt als Alternative für Deutschland oder AfD. Dies führte zu Spekulationen, dass die Lecks politisch motiviert und möglicherweise von einem ausländischen Nachrichtendienst ausgeführt wurden. Wir haben immer noch sehr wenige Details darüber, was genau passiert ist und warum, aber die Behörden scheinen zuversichtlich zu sein, dass der Leaker einfach alleine operierte und Personen angriff, mit denen er nicht einverstanden war. Laut dem Wall Street Journal lebt der Mann mit seinen Eltern in Hessen und es ist nicht ungewöhnlich, dass Deutsche mit 20 noch in der High School sind.

Die Beamten gingen nicht näher darauf ein, wie die durchgesickerten Daten vom Verdächtigen erhoben wurden, aber sie sagten, er sei ein autodidaktischer Hacker ohne formelle IT-Ausbildung. Nach Angaben von Bloomberg lieferte der Verdächtige auch Informationen zu anderen Straftaten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte Reportern, das Ministerium hofft, als Reaktion auf den Datendump neue Datenschutzgesetze erarbeiten zu wollen. Er sagte, dass es Pläne gibt, ein Frühwarnsystem zu implementieren, das die Verbreitung gestohlener Informationen irgendwie unterbinden würde, sowie ein Kennzeichnungssystem, das den Verbrauchern Aufschluss über die relative Sicherheit von Online-Geräten und Speicher geben würde. Die deutsche Justizministerin Katarina Barley sagte jedoch der Times, Beamte würden nur "prüfen, ob eine Verschärfung der Gesetze sinnvoll oder notwendig ist." [New York Times, Wall Street Journal]

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