Apple hat seinen halbjährlichen Transparenzbericht veröffentlicht und zeigt einen starken Anstieg der staatlichen Anfragen nach Benutzerdaten. 

Neben dem Bericht präsentierte der iPhone-Macher eine neue interaktive Website, auf der Benutzer nationale Sicherheitsanfragen auf der ganzen Welt überprüfen können. 

Das Unternehmen tritt in die Fußstapfen von Technologieriesen wie Microsoft und Google, indem es seinen Nutzern detailliertere Methoden zur Verfügung stellt, um herauszufinden, wer ihre Daten benötigt.

Außerdem wurden die Rohdaten in einem Format angeboten, das es den Forschern erleichtert, sie in Softwareprogramme hochzuladen. 

Apple sagte, dass es 32.342 Geräteanfragen von der Regierung erhalten habe, was eine Steigerung von 9 Prozent gegenüber dem letzten Berichtszeitraum sei. 

Diese Anträge betrafen den Zugriff auf 163.823 Geräte in der zweiten Jahreshälfte. 

Deutschland stellte die meisten Geräteanfragen und stellte 13.704 Anträge auf Daten von 26.160 Geräten. 

Die USA folgten an zweiter Stelle mit 4.570 Anfragen nach Daten auf 14.911 Geräten.

Apple sagte, dass es 4.177 “Kontoanträge” von der Regierung bezüglich 40.641 Benutzern erhalten habe. 

Diese Anfragen beinhalten iCloud-Informationen von Apple IDs, wie z.B. Name und Adresse des Kontoinhabers. 

Es kann auch Dinge wie Fotos, E-Mails, iOS-Geräte-Backups, Kontakte oder Kalender beinhalten.  

Von Januar bis Juni erhielt Apple 0 bis 499 National Security Letters, die ähnlich wie Vorladungen funktionieren, bezogen auf 1.000 bis 1.499 Benutzer, sagte das Unternehmen. 

Aufgrund der Änderungen in der Berichterstattung hat Apple die Anzahl der für das erste Halbjahr 2018 eingegangenen Anträge des Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) nicht angegeben, wird dies aber nach dem 31. Dezember tun.

Strafverfolgungsbehörden können nach Informationen wie gespeicherten Fotos, E-Mails, Geräte-Backups suchen, die Textnachrichten, Kontakte oder Kalender enthalten können.

Anfang des Jahres sagte Apple, dass es die Online-Tools, die es für Strafverfolgungsbehörden anbietet, um Daten anzufordern, rationalisiert und Schulungen darüber anbieten würde, welche Art von Daten Beamte vom iPhone Hersteller erhalten können.