Die Bank senkt ihre Prognose für die globale Wachstumsrate für 2018, 2019 und 2020 um 0,1 Prozentpunkte

Weltbank senkt globale Wachstumsaussichten

Von Gokhan Ergocun

ISTANBUL

Der Weltbank-Dienstag korrigierte seine Erwartung für das globale Wirtschaftswachstum für 2018 auf 3 Prozent, für 2019 auf 2,9 Prozent und für 2020 auf 2,8 Prozent.

"Der internationale Handel und die Produktionstätigkeit haben nachgelassen, die Spannungen im Handel sind nach wie vor erhöht, und in einigen großen Schwellenländern herrschte erheblicher Druck auf die Finanzmärkte", sagte die Bank in einer Pressemitteilung.

Die Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum der Bank beliefen sich für 2018 auf 3,1 Prozent, für 2019 auf 3 Prozent und für 2020 auf 2,9 Prozent.

Während die Bank die Wachstumsratenerwartungen für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften konstant hielt – die USA, die Eurozone und Japan – für 2018 und 2019 mit 2,2 bzw. 2 Prozent, senkte sie die Erwartungen für 2020 von 1,7 Prozent auf 1,6 Prozent.

Die Bank senkte die Wachstumsraten der Schwellen- und Entwicklungsländer (EMDEs) für 2018 und 2019 auf 4,2 Prozent und für 2020 auf 4,5 Prozent, von 4,5 Prozent für 2018 und 4,7 Prozent für 2019 und 2020.

"Die sich abschwächende Auslandsnachfrage, steigende Finanzierungskosten und anhaltende politische Unsicherheiten dürften die Aussichten für die Schwellenländer und die sich entwickelnden Volkswirtschaften beeinträchtigen", sagte er.

Die Prognose der Bank für das Jahr 2021 für die Welt betrug 2,8 Prozent, für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften und die EMDE-Länder 1,5 Prozent bzw. 4,6 Prozent.

Ceyla Pazarbasioglu, Vizepräsident der Bank für gerechtes Wachstum, Finanzen und Institutionen, sagte: "Ein robustes Wirtschaftswachstum ist für die Verringerung der Armut und die Förderung des gemeinsamen Wohlstands von wesentlicher Bedeutung."

"Mit der Eintrübung der Aussichten für die Weltwirtschaft werden die Stärkung der Notfallplanung, die Erleichterung des Handels und die Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln von entscheidender Bedeutung sein, um die derzeitigen Unsicherheiten zu überwinden und das Wachstum zu beleben", fügte sie hinzu.

In Iran und Argentinien gab es erhebliche Unterschiede in der Prognose der Bank.

Sie revidierte die Prognose der iranischen Wachstumsrate für 2018 von 4,1 Prozent auf minus 1,5 Prozent, für 2019 von 4,1 Prozent auf 3,6 Prozent und für 2020 von 4,2 Prozent auf 1,1 Prozent.

Die Wachstumserwartung der Bank für Argentinien sank für 2018 um 4,5 Prozentpunkte auf minus 2,8 Prozent, für 2019 um 3,5 Prozentpunkte auf minus 1,7 Prozent und für 2020 um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent.

Unterdessen hat die Bank die Wachstumsrate der Türkei für 2018 von 4,5 Prozent auf 3,5 Prozent, für 2019 von 4 Prozent auf 1,6 Prozent und für 2020 von 3,5 Prozent auf 3 Prozent revidiert.

Die Prognose der Weltbank für das Jahr 2021 für die Türkei betrug 4,2 Prozent.