Der norwegische Veteran Diplomat Geir O. Pedersen trifft nach seinem Amtsantritt im UN-Hauptquartier in Genf auf Mitarbeiter

Neuer UN-Sonderbeauftragter für Syrien tritt sein Amt an

Von Selen Temizer und Sibel Ugurlu

ANKARA

Der norwegische Veteran Diplomat Geir O. Pedersen hat sein Amt als Sondergesandter der Vereinten Nationen für Syrien übernommen.

In einem Tweet am Montag sagte Pedersen: "Der neue #UN-Sonderbeauftragte für #Syria, Geir O. Pedersen, hat heute seine Funktionen aufgenommen."

Pedersen sagte, er habe das UN-Hauptquartier in Genf besucht, um die Mitarbeiter zu treffen.

Am 31. Oktober gab der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, bekannt, dass er einen Nachfolger für den scheidenden syrischen Gesandten Staffan de Mistura gewählt habe, der bereits im Oktober seinen Rücktritt angekündigt hatte.

De Mistura diente mehr als vier Jahre als Hauptperson der Vereinten Nationen für den Konflikt in Syrien.

Pedersen ist die vierte Person, die die Position innehatte, nachdem der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan und der algerische Gesandte Lakhdar Brahimi 2012 und 2014 aus dem Amt ausgetreten sind.

De Mistura führte seit Ende 2017 Gespräche innerhalb Syriens mit dem Ziel, eine neue Verfassung für Syrien zu erarbeiten und Anforderungen für die von den Vereinten Nationen überwachten Wahlen festzulegen.

Der Veteran Diplomat wurde 1955 in Oslo geboren und war seit 2017 Norwegens Botschafter in der Volksrepublik China. Zwischen 2012 und 2017 war er Ständiger Vertreter Norwegens bei den Vereinten Nationen.

Er war in verschiedenen Funktionen für die Vereinten Nationen tätig, unter anderem als Sonderkoordinator für den Libanon von 2007 bis 2008 und als persönlicher Vertreter des Generalsekretärs für den Südlibanon von 2005 bis 2007. Er arbeitete auch als Direktor der Abteilung Asien und Pazifik in der Abteilung von politischen Angelegenheiten.

Pedersen war Ende der 1990er Jahre Norwegens Vertreter bei der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Von 1995 bis 1998 hatte er verschiedene Positionen im Außenministerium seines Landes in Oslo inne, unter anderem als Stabschef des norwegischen Außenministers.

1993 war er Mitglied des norwegischen Teams bei den Osloer Verhandlungen, die zur Unterzeichnung der Grundsatzerklärung und zur gegenseitigen Anerkennung zwischen der Palästinensischen Befreiungsorganisation und Israel führten.