Seit Oktober 2015 hat Israel Dutzende palästinensische Jugendliche wegen mutmaßlicher Angriffe auf Israelis inhaftiert

Israelisches Gericht verurteilt 3 Palästinenser aus Jerusalem

Von Fatima Abu Sbitan

JERUSALEM

Einem israelischen Gericht zufolge sollen drei Palästinenser aus einer Stadt in Jerusalem wegen angeblicher Schießerei inhaftiert worden sein, berichtete ein Verteidiger am Dienstag.

Das Bezirksgericht verurteilte Mohammed Abu Khudair und Omar Maatouk zu jeweils sechs Jahren Gefängnis, weil sie angeblich einen Schießangriff auf Siedler geplant hatten, erklärte Mohammad Hamoud gegenüber der Anadolu Agency.

Das Gericht schlug auch einen dritten Jerusalemer, Abbas al-Salhi, mit einer sechsjährigen Gefängnisstrafe aus ähnlichen Gründen, sagte er.

Seit Oktober 2015 haben israelische Behörden Dutzende palästinensische Jugendliche wegen mutmaßlicher Angriffe auf Israelis inhaftiert.

Nach Angaben der Kommission für Gefangene und ehemalige Häftlinge wurden 2018 im israelischen Westjordanland und im Gazastreifen 6.489 Palästinenser eingesperrt.

Jerusalem befindet sich weiterhin im Zentrum des jahrzehntelangen Nahostkonflikts. Palästinenser hoffen, dass Ostjerusalem – seit 1967 von Israel besetzt – eines Tages als Hauptstadt eines palästinensischen Staates dienen könnte.