2 Beamte diskutieren den EU-Beitrittsprozess der Türkei, das Migrationsproblem und die für Syrer in der Türkei zugesagten EU-Gelder

Der Vizepräsident der Türkei trifft einen humanitären Vertreter der EU

Von Mumin Altas

ANKARA

Der türkische Vizepräsident hat am Montag den EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenbewältigung in der Hauptstadt Ankara erhalten, so die Quellen des Präsidenten.

Das geschlossene Treffen zwischen Fuat Oktay und dem Christos Stylianides der EU und einer begleitenden Delegation fand im Präsidentschaftskomplex statt.

Die beiden diskutierten über den EU-Beitrittsprozess der Türkei sowie über das globale Migrationsproblem besonders die Syrer in der Türkei und EU-Mittel für die Syrer in der Türkei.

Oktay und Stylianides diskutierten auch über humanitäre Hilfe und Krisenbewältigung und vereinbarten, in der kommenden Zeit ein gemeinsames Erdbeben in Istanbul durchzuführen.

Im März 2016 haben die EU und die Türkei eine Vereinbarung getroffen, um die irreguläre Migration durch das Ägäische Meer zu stoppen und die Bedingungen für syrische Flüchtlinge in der Türkei zu verbessern.

Die EU hat Mittel in Höhe von 6 Mrd. EUR (7,44 Mrd. USD) zugesagt Flüchtlinge und versprach, bis Ende 2018 eine zweite Tranche in Höhe von 3 Mrd € zu mobilisieren.

Die Türkei hat der EU vorgeworfen, dass sie nicht in der versprochenen Frist die vollen Mittel bereitgestellt habe.

Die Türkei beherbergt über 3,5 Millionen syrische Flüchtlinge, mehr als in jedem anderen Land der Welt. Das Land hat seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs mehr als 32 Milliarden US-Dollar aus seinen eigenen nationalen Mitteln für die Unterstützung und Unterbringung von Flüchtlingen ausgegeben.

Das Land hat auch verhindert, dass ein großer Flüchtlingszustrom dank seiner Möglichkeiten für Flüchtlinge in anderen Teilen der Welt, vor allem in Europa, ausläuft.