Schweineherzen könnten bald in todkranke Menschen transplantiert werden, um ihre lebensbedrohlichen Zustände zu heilen.

Die Science-Fiction-Idee ist der Realität einen Schritt näher gekommen, da eine bahnbrechende Studie ergab, dass es möglich war, ein Tier mit einem Herzen einer anderen Spezies am Leben zu erhalten.

Deutsche Forscher betäubten die medizinisch-wissenschaftliche Welt, indem sie einem Pavian ein Schweineherz gaben und das Tier 195 Tage lang am Leben hielten.

Wissenschaftler haben die Forschung gelobt und sie als “Meilenstein” bezeichnet.

Die Transplantation eines gesunden Herzens von einem Tier in den Körper einer anderen Art wird als Xenotransplantation bezeichnet.

Es wird seit langem als potenzieller Weg zur Heilung von Menschen mit lebensbeeinträchtigenden und lebensbedrohlichen Herzerkrankungen angesehen.

Die Wartelisten für Transplantationen von toten oder allogenen Spendern wachsen mit zunehmender Lebenserwartung auf der ganzen Welt.

Viele chronische Erkrankungen führen zum Tod, wenn eine Transplantation nicht erfolgreich ist.

Es wird erwartet, dass die Herzinsuffizienz in den Vereinigten Staaten bis 2030 mehr als acht Millionen erreichen wird, und viele dieser Menschen werden sterben, während sie auf ein Spenderorgan warten”, schreibt Dr. Christoph Knosalla vom Deutschen Herzzentrum Berlin in Berlin in einem Nachrichten- und Sichtartikel, der neben der Forschungsarbeit in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde.

Als mögliche Lösung für dieses Defizit wurden gentechnisch veränderte Schweineherzen vorgeschlagen, wobei Tests an Pavianen, einem engen Verwandten des Menschen, durchgeführt wurden.

Die Schweine wurden genetisch so verändert, dass sie eine unterdrückte Immunantwort gegen Interspezies-Reaktionen haben, so dass ihre Organe für eine Transplantation zwischen den Arten geeignet sind.

Bisherige Versuche in dieser Forschung konnten die Paviane nur bis zu 57 Tage am Leben erhalten, aber durch eine Modifikation der Technik konnte das Forscherteam der Ludwig-Maximillionen-Universität München die Lebensdauer des Tieres um sechs Monate verlängern.

Die Autoren der Studie “Landmark” verfeinerten das Verfahren mit drei aufeinanderfolgenden Gruppen von Primaten – mit insgesamt 16 Pavianen an der Studie.

Sie erreichten eine erfolgreiche Langzeittransplantation in der Endgruppe, indem sie die Herzen während des Transplantationsprozesses mit Sauerstoff versorgt hielten.

Sie taten dies, indem sie das Blut im gesamten Organ zirkulierten ließen, was verhinderte, dass sich die transplantierten Organe nachteilig vergrößerten, indem sie den Blutdruck der Paviane senkten und Verbindungen verwendeten, die bekanntlich das Zellwachstum kontrollierten.

Vier der fünf Paviane in der letzten Gruppe blieben mindestens 90 Tage lang gesund (als das Experiment beendet wurde), darunter einer, der nach 195 Tagen gesund war.

Professor Christopher McGregor, Professor für Herzchirurgie am Institute of Cardiovascular Science, UCL, war an früheren Studien beteiligt, die den Maßstab von 57 Tagen gesetzt hatten.

Er sagte: “Die Veröffentlichung der Gruppe von Professor Bruno Reichart in München ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Transplantation von Schweineherzen beim Menschen zur Behandlung von Herzerkrankungen im Endstadium.

In den USA und Europa ist der Bedarf an Herzspendern groß und übersteigt das Angebot aus menschlichen Quellen um mindestens das Zehnfache.

Das Papier “Die Münchner Gruppen” bringt diese transformatorische Behandlung einer aktiven Betrachtung aus der bisher nur vernünftigen Möglichkeit näher.

Ihre Leistungen sind länger (bis zu 195 Tage) und konsistenter (4 von 5) als die weniger vorhersehbaren und bisher besten 57 Tage unserer Gruppe.

Diese Empfänger waren völlig abhängig vom transplantierten Schweineherz. Diese Fortschritte beruhen auf einer verbesserten Erhaltung des Spenderherzens und besseren immunsuppressiven Medikamenten, um die Abstoßung nach einer solchen Xenotransplantation zu verhindern.